Die AGL trauert um Dr. Harald Grote und seine Frau Dr. Dorothee Thaler

Harald Grote und Dorothee Thaler wurden durch ein Gewaltverbrechen aus unserer Mitte gerissen. Wir sind entsetzt und schockiert über diese grausame Tat.

Mit Harald verliert der Gemeinderat ein langjähriges engagiertes Mitglied und die AGL-Fraktion einen langjährigen politischen Weggefährten und Freund. Unsere Trauer schließt auch seine Frau Dorothee ein. Auch sie hat sich im Umweltschutz und  innerhalb der AGL kommunalpolitisch engagiert, so kandidierte sie bei den Kommunalwahlen 2009 als Ersatzbewerberin.

Harald kannte sich nach über 8- jähriger Gemeinderatstätigkeit in allen Bereichen dieser Gremienarbeit bestens aus. Er prüfte mit Akribie die Vorlagen der Verwaltung, stellte kritische Fragen, brachte viele eigene Ideen ein und formulierte zahlreiche Anträge.

Unvergessen sind sicherlich seine alljährlichen Nachfragen und Anträge zum städtischen Haushalt, die darauf zielten die Verwaltungsausgaben zu reduzieren.

Seiner beruflichen Leidenschaft folgend, hat er sich im Gemeinderat stark für das Wohl der Schulen eingesetzt. Beispielhaft sei hier der sehr gut ausgestattete NWT-Raum im Hohenstaufen-Gymnasium genannt, der auf seine Initiative hin entstanden ist.

Besonders am Herzen lagen ihm  – er war auch jahrelang Vorsitzender des B.U.N.D. Eberbach –    die Erhaltung unserer Natur und der Umweltschutz.

Als passionierter Radfahrer  – uns ist keine Gemeinderats - oder Ausschusssitzung bekannt, zu der er nicht mit dem Rad fuhr –  setzte er sich nicht nur für bessere und sicherere Radwege ein, sondern lebte den weitgehenden Verzicht auf das Auto im Alltag vor.

Legendär ist  seine Reise zum Partnerstadttreffen in Thonon zusammen mit Dorothee per Fahrrad.

Doch nicht nur seine Sacharbeit wird die AGL vermissen, Harald Grote sorgte durch zahlreiche humorvolle Beiträge bei sich hinziehenden Diskussionen in der Fraktion und in den Gremien für eine angenehme Atmosphäre. Seine Freundlichkeit, Friedfertigkeit und positive Lebenseinstellung waren herausragend.

Als überzeugter Pazifist lehnte er jegliche Verwendung von Waffen ab, sogar im Sport.

Harald genoss im gesamten Gemeinderat über alle Fraktionen hinweg, bei Bürgermeister, Verwaltung und vor allem in der Bevölkerung höchsten Respekt. Er hat das Amt des Gemeinderats verantwortungsvoll und stets auf das Wohl der Stadt und ihrer Bürger bedacht ausgeübt.

Harald suchte sich Eberbach als seine Wahlheimat aus. Er lebte, arbeitete und engagierte sich bis zu seinem gewaltsamen Tod gern hier in Eberbach und hinterlässt in unserer Stadt und in uns seine  Spuren.

Unser Mitgefühl gilt den Hinterbliebenen von Harald und Dorothee.

Lieber Harald, liebe  Dorothee, ihr werdet uns immer in positiver Erinnerung bleiben!