Naturschutz und Landschaftsschutz

Eberbach ist von viel grüner Natur umgeben und auf den ersten Blick sieht alles intakt aus. Aber auch bei uns brauchen Natur und  Landschaft Schutz:

Die naturnahe Bewirtschaftung der Stadtwälder muss beibehalten und ausgeweitet werden. Nach und nach müssen die restlichen Monokulturen in Mischwälder mit hohem Laubholzanteil umgewandelt werden. Wichtig auch der Erhalt von Altholzbeständen (Spechte!) und Ruhezonen für das Wild.

Waldränder sind ökologisch besonders hochwertig und dürfen nicht weiter verbaut werden. Das bedeutet z.B. in Brombach keinen Aussiedlerhof an den Wald zu bauen, für den es ohnehin keinen Bedarf gibt.

am Neckarufer

Die Bäche unserer Umgebung sind erfreulicherweise weitgehend naturnah. Es sollte möglich sein, auch den Holderbach entlang der Güterbahnhofstraße teilweise aus seiner Verdolung zu holen und frei fließen zu lassen.

Die Ufer des Neckar sind seit der Begradigung von geringer ökologischer Qualität. In den letzten Jahren sind an einigen Stellen Schilfufer neu angelegt worden. Eberbach sollte sich verstärkt in das landesweite Programm „Lebendiger Neckar“ einklinken und weitere Projekte der Uferrenaturierung angehen.

Ottohöhe

Mit der offenen, kleinstrukturierten Landschaft am Breitenstein haben wir ein biologisches und landschaftliches Juwel, das als Naherholungsgebiet bei den Eberbachern sehr beliebt ist. Um dieses Gebiet mit seinen Wiesen, Hecken und Trockenmauern zu erhalten, sollte es unter Naturschutz gestellt werden. Die traditionellen Nutzungsformen, wie die Streuobstwirtschaft, müssen weiter gepflegt werden.

am Ohrsberg

Die größte Gefahr für Natur und Landschaft geht immer noch vom Flächenverbrauch durch Verbauung aus. Da  die Bevölkerungszahl in Eberbach seit Jahren sinkt, sehen wir derzeit keinen Sinn darin, Neubaugebiete auszuweisen. Nachverdichtung und das Schließen von Baulücken haben Vorrang! Das darf aber nicht bedeuten, wichtige Grünzüge im Stadtgebiet zuzubauen. Das Grünland am Pleutersbach, die freien Hänge der Ottohöhe und des Ohrsberg müssen erhalten bleiben.